Her mit einer dritten Option beim Geschlechtseintrag – Jetzt geht’s richtig los!

Nach Monaten der juristischen Vorbereitung und Kampagnenarbeit wird am 28. Juli 2014 ein Antrag auf Änderung einer Geburtsurkunde eingereicht, die den Geschlechtseintrag „inter*/divers“ enthalten soll. Das ist der erste „offizielle“ Schritt auf unserem juristischen Weg hin zu einer dritten Option beim Geschlechtseintrag. Sollte das Standesamt den Antrag ablehnen – was wahrscheinlich ist – folgt eine Klage beim Amtsgericht Hannover.

Wir möchten uns für die zahlreiche Unterstützung, die wir bisher schon erfahren haben, herzlich bedanken, und laden euch ein, am Standesamt dabei zu sein und/oder die Antragstellung mit uns zu feiern.

Am 28. Juli begleiten wir am Standesamt Gehrden bei Hannover die Person, die dort gegen 11 Uhr ihren Antrag auf die Berichtigung ihrer Geburtsurkunde einreichen wird. Im Anschluss möchten wir diesen Auftakt ab 17 Uhr im Veranstaltungszentrum Schwule Sau in Hannover (Schaufelder Str. 30a) mit euch feiern. Es wird eine kurze Kampagnenvorstellung, Kuchen, Musik und die Gelegenheit für Austausch geben. Wir freuen uns auf euch!

Die Kampagnengruppe für eine Dritte Option

Bei Fragen – z.B. zum Antrag oder zur „Reiseplanung“ – meldet euch gerne unter info@dritte-option.de.

Statement des Menschenrechtskommissars des Europarats

Nils Muižnieks, der Menschenrechtskommissar des Europarats, hat am 9. Mai ein Statement zur Situation von Inter* veröffentlicht, in dem er auch Forderungen an Regierungen formuliert. Hier ein Auszug:

„I urge governments in Europe to review their current legislation and medical practices to identify gaps in the protection of intersex people and take measures to address the problems. Policy makers should involve civil society advocates of intersex persons such as the OII Europe and ILGA-Europe in these efforts. The enjoyment of human rights is universal and it cannot depend on the sex of the person. Intersex individuals must be granted full legal recognition from birth and amendments to their sex or gender classification should be facilitated to reflect their individual choices.“

Das komplette Statement findet ihr hier.

Nachtrag zu Stellungnahme zum §22 Personenstandsgesetz

– anlässlich der neuen Verwaltungsvorschrift –

Solltet ihr nicht wissen worum es überhaupt geht empfehlen wir erst die eigentliche Stellungnahme zu lesen.

Wie wir und andere im letzten Jahr schrieben, enthält der § 22 PStG zwar die Anerkennung, dass das binäre Geschlechtersystem doch nicht so allumfassend ist wie lange behauptet – bleibt jedoch eine tatsächliche Anerkennung von Menschen, die weder weiblich, noch männlich sind schuldig.

Über dieses grundsätzliche Problem hinaus, wurden schon im letzten Jahr – hier und anderswo – Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung des § 22 PStG geäußert. Diese Bedenken wurden nun durch die bisherige Fassung der Verwaltungsvorschrift zum Personenstandsgesetzt bestätig. Dort soll es in Zukunft heißen: Weiterlesen


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Soli und Redebeitrag bei Pro-Choice Demo in Münster

Am Samstag, den 22.03. fand in Münster eine Demonstration für ein selbstbestimmtes Leben und eine herrschaftsfreie Gesellschaft statt. Anlass war der jährlich stattfindende „1000 Kreuze Marsch“ radikal fundamentalistischer, christicher Abtreibungsgegner*innen.
Ihr Marsch endete beim Kardinal von Galen Denkmal, welchem vorher das Kreuz in Gendersymbole verändert wurden. Ebenso erhielt er die Aufschrift „dritte-option.de“. Vielen Dank für dieses schöne Bild, dass sich daraus ergab.

von Galen ziert die Dritte Option

von Galen ziert die Dritte Option

Einen ausführlichen Bericht über die Demonstration findet ihr hier.

Unseren Redebeitrag könnt ihr lesen, wenn ihr auf „weiterlesen“ klickt.
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Soli in Hamburg

Das Transpi ist von der Zugspitze ein ganzes Stück nach Norden gewandert, hat sich in der Hafenstraße niedergelassen und einen Hafenspaziergang gemacht.
Vielen Dank für die Solidarität!

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14. Januar 2014: Niedersächsischer Fachtag Intersexualität in Hannover

Am 14. Januar findet in Hannover der Niedersächsische Fachtag „Intersexualität“ statt, veranstaltet vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration.
Die Veranstaltung richtet sich, laut Ankündigungstext, insbesondere an Inter*-Menschen, Familien mit intersexuellen Kindern, politisch Verantwortliche, Ärzt*innen, Geburtshelfer*innen, Berater*innen, Psychotherapeut*innen, Lehrer*innen und Erzieher*innen, die entsprechenden Standesorganisationen, die LSBTTI Community, Personenstandsrechtler*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Anmeldeschluss ist der 5. Januar 2014.
Das Programm und die Kontaktadresse findet ihr hier.

18.12.2013: Veranstaltung „Menschenrechte zwischen den Geschlechtern“ in Berlin

Organisiert von der Böll-Stiftung findet am 18. Dezember in Berlin eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Menschenrechte zwischen den Geschlechtern“ statt.
Im Rahmen der Veranstaltung wird es eine Lesung aus dem Buch „Inter – Erfahrungen intergeschlechtlicher Menschen in der Welt der zwei Geschlechter“ geben, und im Anschluss soll die Studie „Menschenrechte zwischen den Geschlechtern. Vorstudie zur Lebenssituation von Inter*Personen“ vorgestellt und diskutiert werden. Ein weiterer Fokus liegt laut Ankündigungstext auf Ansätzen des Inter*-Aktivismus und Wegen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation von Inter*-Menschen.

Mehr Infos gibt es hier.

Erklärung des Dritten Internationalen Intersex Forums

Vom 29. November bis zum 1. Dezember fand in Valletta (Malta) mit 34 Inter*-Aktivist*innen das dritte Internationale Intersex Forum statt.

Die öffentliche Erklärung des Forums mit den Forderungen gibt es hier zu lesen (auf Englisch).
Eine deutschsprachige Übersetzung findet ihr bald auf der Website der Internationalen Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen/ OII Deutschland.

Drittes Geschlecht in Bangladesch offiziell anerkannt

Wie die taz berichtet, hat Bangladesch nun offiziell „Hijra“ als drittes Geschlecht anerkannt. Möglich sei nun für 10000 Menschen sich dieses Geschlecht in offizielle Dokumente eintragen zu lassen. Was dies genau heißt und wie dieses Gesetz in die Praxis umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Sollte es demnächst Erfahrungsberichte geben, würden wir uns sehr darüber freuen.
Bangladesch ist somit das sechste Land, welches auch offiziell einen dritten Geschlechtseintrag einführt.